Stiftung Hambacher Schloss

Veranstaltung 

Titel:
Ausstellung: "Erblast D" - Kunst als Erinnerungsarbeit
Wann:
19.11.2011 - 29.11.2011 
Kategorie:
Gastveranstaltungen

Beschreibung

Kunstausstellung auf dem Hambacher Schloss

 

„Erblast D“ - Kunst als Erinnerungsarbeit

Werke von Uscha Rudek-Werlé setzen sich mit dem Holocaust auseinander


 

Ein demolierter, verrosteter Kanister; aus Stacheldraht geformte Essutensilien; auf Handtücher gemalte Assoziationen zu Paul Celans Gedicht "Todesfuge".

 

erblastd 2 

 Am Samstag, 19. November 2011, 16 Uhr wird die Kunstausstellung "Erblsast D" im Festsaal des Hambacher Schlosses eröffnet.

 

Sie thematisiert den Holocaust mit Installationen und Objekten der Künstlerin Uscha Rudek-Werlé. Das Grußwort für die Landesregierung wird Uwe Bader, Leiter des NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz sprechen. Der Kunsthistoriker Werner Marx führt in die Ausstellung ein, die bis zum 29. November im Hambacher Schloss zu sehen ist.

 

erblastd 1

 

Mit ihren Arbeiten will Uscha Rudek-Werlé dem Verdrängen und Vergessen in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust entgegenwirken und hat hierzu bewusst den historisch symbolträchtigen Ort der deutschen Demokratie ausgewählt. Ihre Werke sind "Erinnerungs- und Gedenkarbeit", betont die Künstlerin. "Sie sollen das Ungeheuerliche anschaulich machen, das als eine Erblast mit Deutschland verbunden ist." 1951 schrieb Theodor W. Adorno, dass es barbarisch sei, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben. Da hatte Paul Celan seine "Todesfuge" (1945) bereits zu Papier gebracht. Seither nähern sich Künstler dem Holocaust. Mit ihren Arbeiten wirkt auch Uscha Rudek-Werlé dem Verdrängen, Totschweigen und Vergessen entgegen. Ihre Werke tragen Titel wie "Dein Name soll nicht vergessen sein" und "Deutsche Wunde" oder "Wer schaut vergisst nicht".

 

erblastd 3

 

Die Künstlerin versucht mittels Zeichen, Formen, Spuren, Namen und Gedichtzeilen beim Betrachter mentale Erinnerungsbilder hervorzurufen und durch ihre Kunst das Ungeheuerlichste der Deutschen Historie in unserem kollektiven Gedächtnis zu verankern. Dabei vertraut sie auf die Authentizität ihrer Materialien und deren Bearbeitung - Stacheldraht, Sachleinen, rostiges Metall, bemalte Handtücher oder beschriftete Mullfetzen lassen so mit ihrer starken physischen Präsenz und ihrer stringenten Inszenierung den Erinnerungswert der Ensembles hautnah spüren.

Uscha Rudek-Werlé wurde in Mannheim geboren udn lebt an der hessischen Bergstraße. Ihre künstlerische Ausbildung ablsovierte sie an der Freien Kunstakademie Mannheim.

 

"Erblast D"

19. bis 29. November 2011 im Festsaal

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 11-17 Uhr