Schwarz, Rot, Gold

 

Die Orginalfahne in schwarz-rot-gold mit der Aufschrift "Deutschlands Wiedergeburt" befindet sich in der Dauerausstellung Hinauf, hinauf zum Schloss! im Hambacher Schloss und kann dort besichtigt werden.

 

In der Zeit nach den Befreiungskriegen wurden die Farben Schwarz-Rot-Gold zum Symbol für den Wunsch nach einem freien und geeinten Deutschland. Als im Juni 1815 elf Studenten die Jenaer Urburschenschaft gründeten mit dem Ziel, die "Freiheit und Selbständigkeit des Vaterlandes" zu erkämpfen, wählten sie für ihre Fahne die Farben der Uniform des Lützowschen Freikorps, in dem sie fast alle gegen Napoleon mitgekämpft hatten: schwarze Uniformstoff mit roten Vorstößen und goldfarbenen Knöpfen. Diese Fahne bestand aus schwarzem und rotem Stoff, umrahmt von einer goldfarbenen Borte. Für das Hambacher Fest im Mai 1832 wurden dann erstmals Fahnen aus gleich breiten Stoffbahnen in den Farben Schwarz, Rot und Gold genäht, und die Menschen trugen schwarz-rot-goldene Kokarden und Schärpen. Zur Erinnerung an das Fest verzierte man auch zahlreiche Gebrauchsgegenstände mit diesen Farben.

(Auszug aus dem Begleitbuch zur Ausstellung im Hambacher Schloss; Hinauf, hinauf zum Schloss!, ISBN: 978-3-00-026772-7, 2008)

 

Während des Hambacher Festes wurden zahlreiche Fahnen auf den Hambacher Schloßberg getragen. Die berühmteste ist die Fahne mit der Aufschrift "Deutschlands Wiedergeburt" Auch der zwanzigjährige Wirt und Bäcker Johann Ziegler aus Weyhr trug während des Festzuges eine solche Fahnen mit den Farben schwarz - rot - gold auf das Schloß. Diese Fahne wurde in der Familie über die Generationen hin weitergegeben. Heute sind Hambacher Fahnen sehr selten. Nach dem Hambacher Fest wurde das Tragen der Farben schwarz - rot - gold, sowohl in Fahnen als auch Kokarden verboten.

(Auszug aus "Das Hambacher Schloss" - "Ein Fest für die Freiheit". Herausgegeben von Meinrad M. Grewenig und der Stiftung Hambacher Schloss)